Tipps & Tricks

Allgemeines

Zuallererst möchten Sie wir darauf hinweisen, dass Destillen keine Spielzeuge sind – wenn auf eine gewisse Art und Weise auch doch. Bitte informieren Sie sich vor der ersten Destillation, lesen ein Buch, schauen Videos oder recherchieren Sie auf unserer Seite.

Vor der ersten Destillation

Traditioneller Weise wird als erstes zu einer sogenannten „Reinigungsdestillation“geraten um mögliche Rückstände von der Verarbeitung, in der Destille, zu beseitigen.
-> Dazu mischt man 7% (Roggen)Mehl mit Wasser und destilliert dies Mal für circa 30min.
-> Danach und|oder bei jährlichem Gebrauch reicht eine Destillation von reinem Wasser meist aus.

Die Destillation

-> Man unterscheidet im Wesentlichen von einer „einfachen Destillation“ oder einer sogenannten „Wasserdampfdestillation“. Der Unterschied hierbei ist einfach gesagt: Bei der Wasserdampfdestillation wird (zumeist) die Pflanzen vom Wasser getrennt, sodass der Wasserdampf dann langsam (wenn möglichlangsam – schrittweise die Temperatur erhöhen) die verschiedenen Duftstöffe löst. Der heisse Dampf entzieht hier also den Pflanzen die Duftstoffe und kommt in der Regel nicht mit Genannten in direkten Kontakt. Nicht alle Destillen sind dazu geeignet.

-> Bei der „einfachen Destillation“ wird dem Wasser, der Maische, dem Ansatz, dem Blütenwasser, dem Erdöl, oder was ebenso alles destilliert werden kann gewisse Stoffe – bei gewissen Temperaturen verdampft.Der Stoff der sich in Dampf umgewandelt hat, steigt auf und trifft spätestens bei der Kühlung auf Kälte, das Ergebnis, der Stoff kondensiert wieder in den flüssigen Zustand. Sei dies eben Hydrolate, Spritus (wo erlaubt) oder einfach nur destilliertes Wasser.

Kleine Praxistipps welche wir Ihnen gerne verraten

Die „einzige Möglichkeit“ eine Destille kaputt zu machen ist Sie heiss laufen zu lassen. Dies bedeutet, dass Sie erhitzt wird ohne, dass es Flüssigkeit im Kessel hat. Dies kann dazu führen, dass das Kupfer reisst, Nähte Schmelzen usw. Ein einfacher doch wertvoller Trick:
-> Ein paar gereinigte Kieselsteine in den Kessel, wenn der Wasserpegel dann niedrig ist, hört man die Steine sehr gut und weiss, dass wieder Wasser eingefüllt werden müss.

Kupfer-Übergänge sind unter Hitze/Kälte niemals dicht. Die einfachste Methode die Übergänge abzudichten ist unserer Meinung nach einfaches Teflonband. Die klassische Methode jedoch ist auch hier wieder Mehl (Roggenmehl oder jedes anderes) zu einer Paste machen und um die Übergänge zu streichen.Die Paste wird mit der Hitze dann hart und dicht. Nach erfolgter Destillation kann die Mehlpaste einfach wieder weggespült werden

Wasserkühlung – (fast) unabdingbar

Das Prinzip der Destillation ist ja, dass der heisse Dampfauf Kälte trifft und sich so der Agrarzustand in die flüssige Form wechselt =das Destillat. Verschiedene Erfahrungsberichte und Tests haben ganz klar ergeben: Je kälter desto besser!
-> Ein konstanter Wasserkühlfluss bzw. Wasserkreislauf ist von enormer Bedeutung.
Bei einer Alquitara Destille beispielsweise, kann der Wasser Zu- und Ablaufabgedichtet oder miteinander verbunden werden und dadurch der „Kühl-Kopf“ mit Eis, Schnee oder kaltem Wasser befüllt werden. Jedoch darf man die Wärmeleitfähigkeit des Kupfers nicht unterschätzen, ohne Wasserkreislauf istman sehr viel Wasser/Eis am nachschöpfen. Darum empfehlen wir jedem, zu jeder Destille, selbst zur 0.5l Variante zumindest eine (regulierbare)Wasserkühlpumpe zu kaufen. Unsere Wasserkühlpumpe „hier“ ist tausendfach erprobt - und günstiger als im Jumb.. & Co.

Freude nach erfolgter Destillation J

Wir gratulieren Ihnen zu Ihrem „was-auch-immer-Sie-destilliert-haben“!Der gesamte Prozess wird eigentlich immer mit dem selbst hergestelltem Endergebnis abgerundet. Es ist wie eine Symphonie vom Beginn bis zum Tropfen oder gar Parfum. Auch hier ein kleiner Praxistipp: Wenn möglich Enghalsflaschen vrwenden (z.B. Weinflasche) und Besagte bis zum Rand füllen. Die Flasche verschliessen und 1-2 Tage stehen lassen, damit sich das gesamte Öl (0.02-0.03%kann vom Wasser aufgenommen werden) im oberen Bereich sammeln und so leicht mit einer Pipette oder einer Spritze abgezogen werden.

Reinigung

Durch die Hitze des Ofens und die Einwirkung von Luft erhält Kupfer mit der Zeit Flecken. Hier finden Sie einige Vorschläge, wie Sie Ihr Kupfer reinigen können. Wenn Sie Ihre Kupferwaren zum ersten Mal nach dem Kauf verwenden, sollten Sie eine grosse Menge Wasser kochen und das Zubehör mit diesem Wasser waschen, um eventuelle Verunreinigungen zu entfernen. Es gibt zwei Schritte für eine gute Kupfer Reinigung, die befolgt werden müssen,um widerstandsfähige Flecken und Kratzer zu vermeiden: der erste Schritt ist die Verwendung von Holz, Nylon oder beschichteten, nicht haftenden Löffeln, sodass die Bewegung das Gerät nicht zerkratzt; der zweite Schritt ist, das Zubehör sofort nach dem Gebrauch in heissem Wasser mit Seife zu legen, damit die Verunreinigungen weicher werden. Auf diese Art und Weise brauchen Sie lediglich ein weiches Tuch, um es zu reinigen. Um das patinierte Kupfer wieder zum Glänzen zu bringen, verwenden Sie eine geeignete Metallpolitur/Paste oder Zitronensaft.
-> Ketchup?! Ja, mit einem sauberen Tuch und einer kleinen Menge Ketchup können Sie die Destille hervorragend reinigen.
-> Einen Esslöffel Salz in eine Tasse mit Essig. Das Weizenmehl nach und nach zugeben, bis eine Paste entsteht. Mit einem Tuch die Paste auf das Kupfer auftragen und die fleckigen Stellen gut abreiben. Je nach Verschmutzungsgrad 15 bis 60 Minuten einwirken lassen. Mit warmem Wasser abspülen und leicht polieren.

Lagerung

Wenn man die Destille nicht mehr braucht: Am besten zuletzt Wasser destillieren, abkühlen lassen, mit dem destilliertem Wasser (kein Kalk)ausspülen, abtrocknen und trocken lagern. So werden Sie lange Freude an der Destille haben.


Sonstige Fragen oder Hinweise


Sehr gerne beraten wir Sie vor wie auch nach dem Kauf, sei dies per Telefon, Email oder Whatsapp.
Ihr Destillen.ch Team

 


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